Die Initiative openfunds steigert die Effizienz und die Qualität bei der Verteilung von Fondsdaten.

Ziel

Im Fondsgeschäft haben das Datenvolumen und die notwendige Geschwindigkeit der Informationsübermittlung stark zugenommen. Trotzdem werden Fondsstammdaten heute noch sehr unzeitgemäss übermittelt. Dies will die Initiative openfunds ändern, indem sie einen offenen und erweiterbaren Standard frei zur Verfügung stellt. Mit diesem können die wichtigsten Fondsstammdaten übertragen und automatisch validiert werden. Letztendlich soll mit der Initiative die Effizienz und die Qualität bei der Verteilung von Fondsdaten gesteigert werden.

Die Liste der aktuellsten openfunds Feld Definitionen finden Sie hier.

In diesem White Paper erfahren Sie mehr über openfunds.

Warum?

Heute erfolgt die Übermittlung von Fondsstammdaten vom Fondsprovider zu seinen Vertriebspartnern meist mittels Excel-Spreadsheets. Dabei geben die Vertriebspartner Inhalt und Form vor. Auf Seiten des Fondsproviders entstehen dabei Doppelspurigkeiten und Fehler, da die individuellen Spreadsheets oft manuell erstellt werden müssen.

Ebenso lassen die vorgegebenen Felder praktisch immer einen Interpretationsspielraum zu. Dies verursacht Ineffizienzen und Fehler bei der Datenübermittlung und bei der Abstimmung zwischen Fondsprovider und Vertriebspartner.

Analogien

Vorbild für diese Initiative sind Standards in anderen Industrien, insbesondere im Bereich der Informatik. Wie dort soll die Standardisierung zur Effizienzsteigerung beitragen. Dazu stellt die Initiative openfunds ein erweiterbares Set von Fonds­stamm­daten zur Verfügung, die genau definiert wurden und die einen eindeutigen Identifier tragen. Dieser Identifier heisst „Data Identifier“ oder kurz „data-ID“.

Die Systematik der data-ID, deren Konzept sowie die einzelnen Werte und Definitionen selbst sind Gegenstand dieser Website. Diese Inhalte stehen unter einer Creative Commons Lizenz und dürfen damit von jedem kostenlos genutzt werden. Die genauen Lizenzbestimmungen finden sich unter dem Menü-Punkt Lizenz.

Der Data Identifier (data-ID)

Wichtigstes Element ist der “Data Identifier (data-ID)”. Dies ist zunächst ein offenes und erweiterbares Set von Fonds­stamm­daten. Jedes einzelne Feld wird genau spezifiziert und mit einem eindeutigen Identifier versehen. Dieser Identifier heisst „Data Identifier“ oder kurz „data-ID“. Die Systematik, ergänzende Konzepte und das Konstruktionsschema bis hin zu den einzelnen data-ID werden im Abschnitt Felder beschrieben.

Vorteile

Durch die Einführung eindeutiger data-IDs kann die Übermittlung der Daten weiterhin mittels Excel erfolgen. Daneben können die Fondsstammdaten aber auch via XML- oder im CSV-Format übertragen werden.

Zusätzlich ermöglichen eindeutige data-IDs Teillieferungen hinsichtlich selektiver Datenfelder (z.B. nur eine oder wenige Angaben zu allen Fondsanteilsklassen) oder hinsichtlich der Anteilsklassen (z.B. nur eine neue Anteilsklasse mit allen zugehörigen Datenfeldern zu einem bestehenden Fonds). Selbst die vollautomatische Aktualisierung eines einzigen Feldes einer einzigen Anteilsklasse ist möglich.

Die heute häufig vorkommenden Missverständnisse und grossen Interpretationsspielräume werden durch die genauen Spezifikationen der data-ID stark reduziert. Die Spezifikation der einzelnen Felder erfolgt durch eine eindeutige Bezeichnung, eine Beschreibung, ein oder mehrere Beispiele sowie die Erwähnung des Datentyps und des erwünschten Formats.

Supporter und Committee

Letztendlich handelt es sich bei openfunds um eine Standardisierung von Fondsdatenfeldern. Dieser Standard kann sich nur dann durchsetzen, wenn er einerseits von einer genügend grossen Anzahl von Fondsanbietern und Fondsdistributoren unterstützt wird und andererseits flexibel und zügig auf neue Bedürfnisse der Marktteilnehmer reagieren kann.

Daher wird jeder Fondsanbieter und jeder Fondsdistributor begrüsst, der diesen Standard verwenden möchte, respektive vollautomatisch verarbeiten kann. Diese Gesellschaften nennen sich “Supporter” des openfunds Standards. Gerne führen wir die Supporter in der Rubrik Über uns auf.

Damit neue Systematiken, Felder und Konzepte aufgenommen werden können, bedarf es eines konzentrierten Fachwissens aus der Praxis. Aus diesem Grund wird ein openfunds committee geschaffen, dem die Anpassung und Erweiterung des Standards obliegt. Diesem Komitee gehören Vertreter von maximal drei bedeutenden Unternehmen der Fondsindustrie an. Eine Liste der aktuellen Teilnehmer findet sich in der Rubrik Über uns.

open content

Einer der Initianten des openfunds Standards ist die fundinfo AG in Zürich. Diese hat sich bereit erklärt, openfunds in einer “Creative Commons” Lizenz zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet, dass jeder diesen Standard benutzen und weiterreichen darf, sofern er ihn a) nicht verändert und b) auf die Quelle www.openfunds.org verweist. Die genauen Lizenzbestimmungen finden sich in der Rubrik Lizenz.